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Terrarium ------> Bauanleitung - allgemeine Tipps

Allgemeine Tipps für den Bau eines Terrariums

Hier möchte ich einige allgemeine Tipps für den Bau eines Terrariums, aber auch zur "Verfeinerung" eines Terrariums geben.

Im Grunde genommen ist der Bau eines Terrariums sehr einfach. Man sollte sich lediglich im Vorfeld Gedanken über die optischen, funktionellen und technischen Wünsche machen.

Für ein einfaches Terrarium muss man quasi nur eine auf einer Seite offene Kiste bauen und diese mit Glastüren o. ä. versehen (Lüftungslöcher nicht vergessen). Je nach zu haltendem Tier muss man dann noch durch entsprechende Wärmequellen (teilweise reicht schon eine einfache Spotlampe aus dem Baumarkt) dafür sorgen, dass die "Kiste" auf eine für das Tier angenehme Temperatur kommt.

Für eine Schlange wie Heterodon nasicus würde oben genanntes Beispiel bereits ausreichen um eine artgerechte Haltung sicherzustellen.

1. Die Wahl des Materials

Bei vielen haben sich OSB-Platten bewährt. Ich gehe davon aus, dass die meisten selbstgebauten Terrarien aus diesem Material bestehen. Der Vorteil liegt in dem verhältnismäßig niedrigem Preis und der guten Verarbeitbarkeit. Als weiteren Vorteil sehen einige die Optik des Materials (ich teile diese Meinung jedoch nur sehr bedingt).

Die Nachteile von OSB-Platten liegen darin, dass das Material (wenn man es nicht entsprechend behandelt) bei höherer Luftfeuchtigkeit zum Aufquellen neigt und schwer zu reinigen ist, da die Flächen uneben sind und z.B. Urin langsam aufgesogen wird.

Ich empfehle daher zumindest als Bodenplatte eine beschichtete Spanplatte, welche auch zum Möbelbau verwendet wird.

Beschichtete Spanplatten sind meine bevorzugte Wahl für den Bau eines Terrariums. Sie sind aufgrund ihrer Beschichtung feuchtigkeitsresistenter als OSB und lassen sich aus diesem Grund auch besser reinigen. Auch lassen sich die Terrarien aufgrund der großen Auswahl an Dekoren gut dem eigenen Geschmack und den Möbeln anpassen.

Aber auch dieses Material hat natürlich seine Nachteile. Es lässt sich meines Erachtens nicht so gut wie OSB verarbeiten. Beim Verschrauben passiert es nicht selten, dass eine kleine Kante abplatzt. Des weiteren sind Spanplatten oft etwas teurer als OSB-Platten.

Aus Preis/Leistungs/Optik - Gründen habe ich auch einige Terrarien aus Naturholz-Platten gebaut. Auch diese lassen sich gut verarbeiten und sind zumindest in der "Bauhaus-Eigenmarken-Version" sehr günstig.

Naturholz lässt sich durch Holzlasur oder entsprechende Holzlacke ebenfalls sehr gut den persönlichen optischen Ansprüchen anpassen. Es muss jedoch in jedem Fall auch von innen behandelt werden, da es praktisch garnicht feuchtigkeitsresistend ist und sich hierdurch zum Verziehen neigt.

2. Holzzuschnitt

In den meisten Baumärkten kann man sich das Holz auf das benötigte Maß zurechtschneiden lassen. Dies erspart eine Menge Zeit, Arbeit und Werkzeug.

3. Optik aufwerten

Hier geht es mir hauptsächlich um den äußeren optischen Aspekt. Alles was das innere eines Terrariums betrifft, fällt bei mir unter Terrarieneinrichtung.

Möchte man sein Terrarium äußerlich aufwerten, weil man z.B. die schwarze Spanplatte für das Innenleben seines Terrariums ganz nett findet, aber dem ganzen von außen nichts abgewinnen kann, hat man die Möglichkeit z.B. mit Echtholz oder anders gefärbten Spanplatten entsprechende Blenden anzufertigen.


Dieses Terrarium besteht aus weißen Spanplatten. Auf die an sich weiße Front wurden mit Holzlasur gefärbte Naturholzleisten geschraubt (geschraubt wurde von innen).

4. Lüftung

Zumindest bei Schlangen kann man die Terrarienbelüftung sehr einfach mit Möbellüftungen oder ähnlichem realisieren. Bei Echsenterrarien sollte man jedoch für großflächigere Lüftungen sorgen. Hier empfiehlt sich Lochblech oder feine Gaze.

5. (Glas-) türen

Es gibt verschiedene Varianten wie man seine Terrarientüren anbringt. Möglich sind Klapptüren wie bei einem Fenster (welche meist zur Seite oder nach unten geöffnet werden) oder auch Schiebetüren auf E-Profil (bei größeren Scheiben auch auf extra dafür vorgesehenen Schienen mit Rollensystem).

Größtenteils haben sich hier Schiebetüren auf E-Profil durchgesetzt. Ich benutze dieses System ausschließlich. Lediglich Kleinterrarien habe ich als Falltürvariante.

Die benötigte Glashöhe für E-Profil kann man sehr einfach berechnen. Hierfür nimmt man das Maß zwischen Ober- und Unterplatte/ - blende und zieht 10 - 12 mm ab.

6. Inneneinrichtung

Bei der Inneneinrichtung muss man natürlich die Lebensgewohnheiten des jeweiligen Bewohners beachten. Hierum soll es an dieser Stelle auch nicht gehen.

Es gibt ein Paar grundlegende Dinge die man bei der Inneneinrichtung beachten muss.

1. Sämtliche Gegenstände innerhalb des Terrariums müssen fest verankert werden.

2. Um Verbrennungen zu verhindern ist es zwingend erforderlich einen Schutzkorb um die Lampen zu machen. Diesen kann man sich (zumindest bei nicht allzukleinen Tieren) sehr einfach aus Hasendraht basteln. Alternativ kann man auch das Sieb eines Spargeltopf nehmen. Das Sieb ist zwar kein optisches Highlight hat jedoch den zusätzllichen Vorteil, dass das Gitter engmaschiger ist.

Feinmaschiges Drahtgitter bekommt man zum Beispiel auch aus einem Lieferkarton für Nagetiere (einfach mal auf einer Reptilienbörse den "Futtertieremann" fragen; ich habe so eine Kiste für einen Euro erhalten).

 

 

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