Der Leiurus quinquestriatus gilt als einer der giftigsten Skorpione und ist sehr stechfreudig. Es ist daher sehr wichtig große Vorsicht im Umgang mit ihm auszuüben und sämtliche Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.
Als Halbwüsten- und Wüstenbewoher bewohnt er mehrere Bodentypen. Diese sind vor allem Lehm-Löss-Böden, Stein- und Felswüsten. Tagsüber versteckt er sich in flachen Mulden unter großen Steinen, die meißt selbst gegraben werden.
Generell kann gesagt werden, dass er sehr versteckt lebt.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet ist sehr weiträumig. Es erstreckt sich von Nordarfrika über den Nahen Osten bis auf die Arabische Halbinsel. Seine nördlichste Ausdehnung reicht bis in die Türkei.
Kennzeichen und Größe
Die Grundfarbe reicht von hellem gelb bis zu beige-orange. Auf den beiden vordereren Mesosomasegmenten hat er fünf deutliche Kiele. Auf den fogenden fünf Segmenten sind nur drei Kiele zu erkennen.
Er erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 10 cm / in Ausnahmefällen auch bis zu 13 cm.
Haltung
Gehalten wird der Leiurus quinquestriatus logischer Weise in einem Wüstenterrarium.
In der Literatur wird eine Terrariengröße mit der Grundfläche von 20x30 cm angegeben. Da er sich überwiegend in seinem Versteck aufhält mag dies auch reichen. Ich habe ihn Anfangs bei einer Grundfläche von 60x30 cm und später bei 35x35 cm gehalten. An den Spuren im Sand konnte ich erkennen, dass er diesen Platz auch genutzt hat, wenn er aus seinem Versteck gekommen ist.
Die Temperaturen sollten tagsüber bei 30-35 Grad liegen, was ich bei einer Terrarienhöhe von 30 cm gut mit einem 20 Watt (12 Volt) - Spot hinbekommen habe. Nachts können die Temperaturen auf 20 Grad sinken und sollten nicht über 25 Grad liegen.
Als Bodengrund habe ich ein lockeres Sand-Lehmgemisch verwendet und einige Steine so aufgebaut, dass diese bei Untergrabung nicht einstürzen können.
Leiurus quinquestriatus war mein erster Skorpion und auch mein erstes Terrarientier überhaupt. Er ist am 29.11.2005 altersbedingt verstorben und lebt nun präpariert in einer Glasvetrine.
Fälschlicher Weise wurde mir beim Kauf (Zoofachhandlung) erzählt, dass der Skorpion mindergiftig sei "Wespenstichsymptomatik", was sich jedoch nach etwas Recherche schnell als unwahr herrausstellte.






