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Reptilia ------> Schlangen - Heterodon nasicus nasicus (Westliche Hakennasennatter)

Heterodon nasicus nasicus

Allgemeines
Der Trivialname von Heterodon nasicus nasicus ist Hakennasennatter bzw. Westliche Hakennasennatter. Besonders im englischsprachigen wird sie auch Hognose (Schweinenase) genannt.

Ihre Hakennase benutzt sie quasi als Schaufel um sich durch den Boden und Hindernisse zu wühlen oder Gänge zu graben.

Heterodon nasicus ist eine Giftschlange, welche jedoch für den Menschen ungefährlich ist, da ihre Giftdrüse nicht mit den Zähnen verbunden ist. Vielmehr "massiert" sie ihr Gift zusammen mit dem Speichel in das Futtertier ein.

Es handelt sich um eine tagaktive Schlange, welche über ein sehr interessantes Abwehrverhalten verfügt.  Bei möglicher Gefahr erhebt sie ihren Oberkörper und spreizt ihre Halsregion. Dabei zischt sie laut und stößt mit ihrer Schnauze zu. Beißen tut sie jedoch nicht. Dieses Abwehrverhalten, besonders das Zischen, ist im Terrarium sehr oft zu beobachten wenn man beim Saubermachen im Terrarium hantiert.

Sollte dieses Abwehrverhalten keine Wirkung zeigen legt sie sich auf den Rücken und stellt sich tot. Dabei streckt sie ihre Zunge heraus und blutet aus dem Maul. Aus den Analdrüsen wird ein übelriechendes Sekret abgegeben. Da die Tiere bereits von kleinauf an Menschenhand gewöhnt sind sieht man dieses Verhalten jedoch sehr selten bis überhaupt nicht.

Schutzstatus
Heterodon Nasicus hat keinen Schutzstatus

Verbreitung
Heterodon nasicus nasicus kommt in Nordamerika und Mexico vor.

Sie bewohnt ein weites Spektrum von Landschaftsgebieten. Man findet sie im offenen Land, Prärie, Grasland, Sanddünen, in bewaldeten Berghängen, sumpfigen Gebieten, sowie Gewässerufern.

Kennzeichen und Größe
Am Schnauzanfang ist das Rostralschild zu einer aufgebogenen und verlängerten schaufelartigen Hakennase verwachsen. Die Schuppen sind stark gekielt.

Heterodon nasicus nasicus erreichen eine Größe von bis zu 90 cm. Im Regelfall liegt die Größe jedoch bei 45 bis 60 cm. Wobei weibliche Tiere größer und etwa doppelt so dick sind wie männliche Tiere.

Unsere Tiere
Bei unseren Tieren handelt es sich um ein wildfarbendes und zwei het. Albino – Tiere. Die Tiere sind sehr aktiv und gehen gut an aufgetautes Frostfutter.

Unser adultes Weibchen hat eine Größe von 60 cm.

Haltung
Unser adultes Weibchen halten wir in einem Terrarium von 80cm x 50cm x 40cm (b x t x h). Die Temperatur liegt zwischen 26 und 30 Grad. Unter dem Spot bei bis zu 35 Grad. Die Wärme wird ausschließlich über einen Spot geregelt. Nachts wird keine Wärmequelle verwendet.

Unsere Tiere erhalten von etwa Mitte Dezember bis Februar/März eine Winterruhe bei einer Temperatur von 10 - 12 Grad.

Als Bodengrund verwenden wir das Pferdeeinstreu „Tierwohl Super“.

Anmerkung zur Nahrung/-saufnahme
In der Natur ernährt sich Heterodon nasicus nasicus hauptsächlich von Fröschen und Kröten, welche sich nicht wehren können. Erwürgt werden diese nicht. Das Gift, welches mit dem Speichel "einmasiert" wird, trägt dazu bei, dass das Futtertier langsam gelähmt wird.

Im Terrarium kann man Hakennasennattern jedoch sehr gut an Nagetiere gewöhnen. Diese sollte man aus den genannten Gründen nicht lebendig anbieten, dies wäre eine unnötige Quälerei für die Futtertiere und ab einer gewissen Größe auch eine Gefahr für die Schlange.

Das Gift scheint bei Mäusepinkies nicht zu wirken. So konnte beobachtet werden, dass die Futtertiere erst durch ersticken starben, also nachdem der Kopf im Rachen der Schlange verschwunden war.

Hinzu kommt, dass Hakennasennattern das Futtertier eher selten vom Kopf abwärts fressen. Meist nehmen Sie das Futtertier von der Seite.

Eine Ausnahme hiervon stellt sich für mich dar, wenn junge Nachzuchten von Heterodon nasicus nasicus nicht an aufgetautes Frostfutter gehen. Hier habe ich gute Erfahrungen mit lebenden Mäusepinkies gemacht. Nach drei bis vier Fütterungen gingen meine het. Albinotiere auch an Frostfutter.

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