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Reptilia ------> Schlangen - Boa constrictor imperator "Honduras" (Kaiserboa)

Boa constrictor imperator allgemein

Die Boa constrictor imperator wird im Deutschen als Kaiserboa (Trivialname) bezeichnet. Es ist eine der wenigen Schlangen wo der wissenschaftliche Name bekannter sein dürfte als der Trivialname.

Schutzstatus
Boa constrictor imperator steht wie auch die Boa constrictor constrictor unter dem Schutzstatus: WA II / Anhang B. Zur Haltung ist jedoch lediglich ein Herkunftsnachweis des Züchters und/oder des Vorbesitzers notwendig.

Verbereitung
Boa constrictor imperator hat ein weites Verbreitungsgebiet, welches sich von Mexiko über Zentralamerika bis in den nördlichen Teil Südamerikas (die Grenze stellen hier die westlichen Ausläufer der Anden dar) erstreckt.

Größe
Die jeweiligen Lokalformen unterscheiden sich teils erheblich in Größe, Färbung und Zeichnung.

Je nach Lokalform erreicht sie eine Länge von 150 cm (es gibt wohl auch noch kleinere Varianten) bis maximal 350 cm. Die meisten gehaltenen Tiere dürften jedoch bei einer Länge von 160/180 cm bis 220 cm liegen.

Gedanken zur Zucht / Mixed-Boas
Um die natürlich vorkommenden Varianten zu erhalten sollte bei der Zucht auf „Reinrassigkeit“ der jeweiligen Lokalformen geachtet werden. Tiere bei denen hierauf nicht geachtet wurde bzw. welche aus einer Verpaarung von Boa constrictor imperator x Boa constrictor constrictor stammen werden als „Mixed-Boas“ bezeichnet.

Mixed-Boas sind bei vielen (vor allem erfahrenen) Haltern/Züchtern eher verpönt und werden von einigen sogar als genetischer Schrott bezeichnet. Auch wenn ich ebenfalls die Ansicht vertrete, dass man die jeweiligen Lokalformen erhalten sollte/muss würde ich persönlichen nicht soweit gehen.

Bei den so genannten Mixed-Boas handelt es sich meist um stabile und robuste Tiere welche in der Regel weniger Probleme in der Haltung machen als einige Lokalformen. Ich halte es jedoch für sehr wichtig, dass diese Tiere dann auch entsprechend als Mixed-Boas bezeichnet werden und nicht (z.B. um einen höheren Verkaufspreis erzielen zu können) unter falschem Namen angeboten werden.

Bei dem Erwerb von Mixed-Boas sollte man jedoch immer bedenken, dass man sich der Endgröße nie 100%ig sicher sein kann. Als Anhaltspunkt sollte man immer auf die Größe der Elterntiere schauen. Wobei es auch hier zu Überraschungen kommen kann.

Inzucht
Als Nachteil bei der Zucht von „reinrassigen“ Lokalformen könnte man anführen, dass bei den meisten Lokalformen nur wenige Zuchtlinien bestehen und man somit oft auf Geschwistertiere zurückgreifen muss. Selbst wenn man das Weib bei Züchter A und den Mann bei Züchter B erwirbt ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um Tiere der selben Blutlinie handelt. Oft wird Argumentiert, dass die Terrarienpopulation hierunter leidet und immer instabiler wird.

Gegenargument hierfür ist jedoch, dass es, zumindest bei den Inselpopulationen, auch in der Natur zwangsläufig zu Inzucht kommen muss (nicht nur bei Schlangen). Auch diese in der Natur gefundenen Tiere sind gesund und machen einen stabilen Eindruck. Weiter wird von langjährigen Züchtern berichtet, dass sie über mehrere Generationen Geschwistertiere verpaart haben ohne dass die Jungtiere irgendwelche Deformationen oder andere gesundheitliche Schäden aufwiesen.

Für eine stabile Terrarienpopulation scheint daher eher wichtig zu sein, dass man nicht jedes noch so schwache Jungtier versucht aufzupäppeln, sondern nur die starken Tiere, welche z.B. selbständig ans Futter gehen, aufwachsen lässt.

Wie jedem bekannt sein sollte entsteht in freier Wildbahn eine natürliche Auslese, nur die starken Tiere überleben, schwache oder kränkliche Tiere verenden oder dienen als Nahrung für andere Lebewesen.

In der Terrarienhaltung muss hierfür der Züchter die Verantwortung tragen um auch über viele weitere Jahre eine stabile Terrarienpopulation aufrecht zu erhalten.

Boa constrictor imperator „Honduras“

Bei meinen Tieren handelt es sich um die Lokalform aus Honduras. Es wird davon ausgegangen, dass es sich hierbei um die Festlandform handelt.

Boa constrictor imperator aus Honduras gehört zu den kleinbleibenden Lokalvarianten. Die weiblichen Tiere werden nur 160 cm bis maximal 180 cm groß. Die männlichen Tiere bleiben ca. 20 cm bis 40 cm kleiner.

Aufgrund ihrer Größe und ihres meist friedlichen Wesens sind sie gut für den Einstieg in die Riesenschlangenhaltung geeignet.

Sie haben laut Literatur im Vergleich zu anderen Kaiserboas eine rundere und insgesamt schlankere Kopfform. Die Grundfärbung wird mit rehbraun bis mokkabraun beschrieben. Die Bäuche sind bei unseren Tieren hauptsächlich hellrosa können bei dieser Lokalform aber auch bis zu blutrot sein.

Unsere Tiere
Wir besitzen eine kleine Zuchtgruppe von zwei männlichen und einem weiblichen Tier. Die männlichen Tiere haben ein ruhiges Wesen. Es ist sehr selten, dass der jüngere der beiden Männer einmal anfängt zu fauchen, geschnappt hat er noch nie. Der ältere Mann hat mich noch nie angefaucht. Das weibliche Tier ist etwas temperamentvoller. Hier kommt es immer wieder mal vor, dass sie gereizt ist und mich anfaucht. Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, dass sie jemals nach mir geschnappt hat. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich sie in Ruhe lasse oder sie (beim Reinigen) aus dem Terrarium entferne wenn sie gereizt ist.

Alle unsere Tiere gehen gut ans Futter, wobei auch hier die männlichen Tiere zurückhaltender sind als das Weib.

Mit drei Jahren hatten die Tiere eine Länge von ca. 155 cm (Weib) und ca. 140 cm (Mann).

Haltung
Ich halte meine Tiere in Terrarien mit der Größe 150cm x 70cm x 70cm. Wobei ich das Weib einzeln und die Männer zusammen halte.

Es besteht ein Temperaturgefälle von ca. 26 bis 30 Grad, das Lieblingsversteck und ein Platz auf der Ablage sind etwas höher temperiert. Nachts lasse ich die Temperatur auf Zimmertemperatur fallen. Lediglich im Versteck wird die Temperatur mit einem Heizkabel auf ca. 26-27 Grad gebracht.

Die Luftfeuchtigkeit liegt im Schnitt bei 70 %.

Als Bodengrund benutze ich zur Zeit das Pferdeeinstreu „TierWohl Super“ und bin damit relativ zufrieden.

Bücher die in keinem Regal fehlen sollten

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